Rettungsweg

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Der Rettungsweg in Gebäuden ist ein baurechtlich notwendiger Teil der baulichen Anlage, über den Personen die Anlage verlassen oder gerettet werden können. Als Rettungswege gelten u.a. Flure, Treppenräume, Ausgänge, Rettungsbalkone, Laubengänge, Rettungstunnel. Die geforderten Rettungswege sollen innerhalb einer vorgeschriebenen Entfernung ggf. zunächst in einen Bereich der relativen und dann von diesem oder unmittelbar in einen Bereich der absoluten Sicherheit führen. Die einzuhaltenden Forderungen hinsichtlich Länge, Breite, bauliche Ausführung sowie Türanordnung, Türanschlag und Hinweise sind in bauaufsichtlichen Regelwerken (Bauordnung (LBO, MBO, Verordnungen für Bauten besonderer Art oder Nutzung Sonderbauten) festgelegt.


Anforderungen

Anzahl und Lage der Rettungswege (erster und zweiter Rettungsweg, notwendige Treppen) richten sich nach Größe und Nutzung der Gebäude sowie nach Lage der Aufenthaltsräume im Gebäude.

In Abhängigkeit von Größe, Charakter, Nutzungsart und Bedeutung des Gebäudes, Art der eingesetzten Baustoffe und Anzahl der sich gleichzeitig im Gebäude befindenden Personen werden Forderungen mit unterschiedlicher Konsequenz und sicherheitstechnischer Auswirkung an die Rettungswege gestellt. Die wesentlichen Forderungen beziehen sich auf die Rauchfreihaltung der Rettungswege und deren leichte Passierbarkeit. Dazu nötige technische Maßnahmen werden am besten in Sicherheitstreppenräumen und durch Verwendung von Sicherheitsschleusen verwirklicht (vorzugsweise mit Spüllüftung oder separater Druckbelüftung, i.a. auch auf der Basis fachmännischer Planung als speziell dimensionierte und technisch ausgeführte Rauchdruckanlagen bezeichnet). Die geometrische Dimensionierung der Sicherheitsschleusen aus brandschutztechnischer Begründung ist teils gegensätzlich zu Forderungen an Schleusen aus allgemeinem Sicherheitsinteresse.). Die geometrische Dimensionierung der Sicherheitsschleusen aus brandschutztechnischer Begründung ist teils gegensätzlich zu Forderungen an Schleusen aus allgemeinem Sicherheitsinteresse.


Zweiter Rettungsweg

Der zweite Rettungsweg kann - sofern keine bauordnungsrechtlich abweichenden Forderungen bestehen - über technische Mittel der Feuerwehr (Leiter, Hubrettungsgerät) realisiert werden, wenn diese technischen Mittel von der Feuerwehr vorgehalten werden. Die Voraussetzungen für den Einsatz dieser technischen Mittel (Anfahrt, Aufstellflächen, Wendemöglichkeiten, Zeitaufwand für Anzahl der zu rettenden Personen usw.) sind durchgängig am Objekt zu sichern. Für den Zeitaufwand (Rettung über Hubgeräte) sind ca. 2 bis 5 Minuten je Person zu berücksichtigen.


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 6. August 2011 um 19:02 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Gert Beilicke.

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