Videomanagementsystem

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

Anzeige
Wechseln zu: Navigation, Suche

Moderne Videoanlagen bestehen oft aus einer Vielzahl von Komponenten von verschiedenen Herstellern. Statt der klassischen (analogen) CCTV-Anlagen werden regelmäßig digitale Systeme eingesetzt, bei denen die Video-Bildübertragung über digitale Kommunikationsnetzwerke oder LANs erfolgt. Die Darstellung, Verarbeitung und Speicherung der Videodaten erfolgt dann oft direkt in digitaler Form. Die digitale Erfassung, Übertragung, Speicherung und Verwaltung von digitalen Videobildern oder Sequenzen zu Überwachungszwecken wird oft als "NetworkSecurity" bezeichnet.

Funktion

Ein Videomanagementsystem ist in der Lage, analoge CCTV-Anlagen und digitale Systeme zu integrieren und auf einer Benutzeroberfläche alle Videoanlagen zu bedienen. Im Gegensatz zum Sicherheitsleitsystem, bei dem die Alarmbearbeitung sehr wichtig ist, steht hier die Auswahl und Bedienung der richtigen Kamera sowie eine benutzerfreundliche Darstellung der Videobilder im Vordergrund.

Wie bei den Sicherheitsleitsystemen basieren die meisten Systeme auf einer vernetzten PC-Architektur unter einem UNIX- oder Windows-Betriebssystem. Es gibt Videomanagementsysteme, die nur für die Bedienung von Komponenten eines Herstellers gebaut wurden und "offene Systeme", die durch ständige Erweiterung der Schnittstellen und Protokolle die Integration und Bedienung von verschiedenartigen analogen und digitalen Videoanlagen ermöglichen. Ein Internet Client zum Anwählen und Bedienen von Netcams erfüllt nur einen Teil der Anforderungen an ein Videomanagementsystem.


Bildspeicher

Oft ist im Videomanagementsytem ein digitaler Video-Bildspeicher (DBSP) integriert oder das Videomanagement ist mit einem Sicherheitsleitsystem kombiniert. Steht die Videobildspeicherung im Vordergrund und sind keine weiteren Sicherheitsanlagen zu integrieren, ist ein vernetzbarer DBSP eine gute Lösung. Will man alle Sicherheits- und Videoanlagen integrieren, wählt man besser ein kombiniertes Sicherheitsleit- und Videomanagementsystem aus.


Bildauswertung

In modernen Videomanagementsystemen werden häufig Bildauswerteverfahren integriert, um verschiedene Überwachungsaufgaben zu realisieren wie z.B. die Detektion von Einbruch, Ausbruch, Objekterkennung, Brandfrüherkennung, Kfz-NR.Erkennung, usw. (Video-Bildanalyse)


Wartung und Störungserkennung

Programm zur Wartung und Störungserkennung bei Videosystemen. (Bild: Geutebrück)

Neue Lösungen kontrollieren die Leistungsdaten von Video-Systemen und melden automatisch kritische Zustände. So werden Ausfälle einzelner Komponenten schnell und zuverlässig erkannt. Sobald ein kritischer Zustand, wie z.B. ein Kameraausfall oder ein Datenbankfehler erkannt wird, erhält der Nutzer eine entsprechende E-Mail oder eine Alarmmeldung im Web-Interface, stationär oder mobil auf dem Smartphone. Auch ein Anstieg der Arbeitstemperatur der Festplatten kann zu einer Alarmmeldung führen, weil er einen bevorstehenden Ausfall eines dieser Verschleißteile signalisieren kann. Durch die erhobenen Daten lässt sich der Fehler sowohl nach Ursache als auch nach betroffener Komponente genauer eingrenzen. So kann der Verantwortliche mit dem richtigen Ersatzteil schnell an der betroffenen Stelle sein.


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 21. April 2017 um 10:44 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Katharina Geutebrück, Admin und Werner Straumann.

Anzeigen