Tablet

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Bild Tablet-PC

Tablets stellen eine eigene "Geräteklasse" zwischen Smartphone und PC (ohne Tastatur) dar.

Merkmale

Tablets stellen auf dem IT-Markt eine ganz neue Entwicklung dar. Der augenscheinlichste Unterschied zum Laptop bzw. Netbook ist das Fehlen einer Tastatur, die durch einen berührungsempfindlichen Bildschirm (Touchscreen) ersetzt wurde (bei neueren Modellen ist eine Extra-Tastatur anschließbar). Tablets füllen damit die Marktlücke zwischen Smartphones und den Netbooks/Laptops. Auf Grund der größeren technischen Nähe auf Betriebssystemsebene werden Tablets vereinfacht auch als Smartphone mit einem großen Bildschirm bezeichnet.

Der Begriff Tablet-PC wurde von Microsoft geprägt, die bereits ab 2001 entsprechende Geräte anboten, sich damit auf dem Markt aber nicht durchsetzen konnten. Erst mit den Siegeszug der Smartphones war auch die Basis für die derzeitige Massen-Einführung (zunächst mit dem iPad) der Tablets gelegt. Funktional ähnelt das Tablet deshalb auch eher einem Smartphone als einem Laptop. Auch hier laufen die Programme als sogenannte "Apps", die zumeist aus einem anbieterspezifischen "Store" (virtueller Marktplatz) im Internet heruntergeladen und installiert werden müssen.

Von einigen Markt-Analysten als später Sieg von Linux gegen Microsoft gefeiert (das Betriebssystem für derzeitig mit wachsender Tendenz verkaufte preisgünstige Tablets ist der Linux-Ableger Android), ist aber auch genau hier die vermutlich größte Sicherheitsproblematik zu finden. Sowohl auf einem Smartphone als auch auf einem Tablet ist, im Gegensatz zum Laptop, kein Multi-User-Betriebssystem (z.B. auch Android) installiert. Was beim Smartphone auf Grund des privaten Charakters und der Entwicklungsgeschichte aus einem einfachen Handy noch erklärlich erscheint, kann für Tablets im beruflichen oder privaten Alltag schon jetzt ein Problem werden. Tablets werden in der Familie herumgereicht und genutzt, damit sind berufliche Mail-Konten und Notizen hier fehl am Platz. Auch die privaten Konten sind jederzeit einsehbar.


Private und berufliche Nutzung

Aus Sicherheitssicht wäre hier zumindest die Möglichkeit der Einrichtung eingeschränkter Benutzerkonten wie bei jedem normalen Computer notwendig, damit auch nicht gleich jede Sicherheits-Attacke voll auf das Betriebssystem durchschlägt.

Dazu bietet eine Firma eine Virtualisierungssoftware für das Betriebssystem Android zur Trennung zwischen privater und geschäftlicher Nutzung an. Auch der Smartphone-Hersteller RIM bietet zu seinem für möglichst sichere geschäftliche Nutzung bekannten Blackberry ein Tablet (PlayBook) für den zusätzlichen privaten Gebrauch an. Dabei ist die PlayBook-Nutzung immer an ein Blackberry gekoppelt, so dass sich dieses an sich sinnvolle Konzept nicht durchsetzen konnte; die derzeit noch strikte Trennung zwischen privater Playbook-Nutzung und geschäftlichem Blackberry-Smartphone soll in einer neuen Softwareversion abgeschwächt werden.

Zunehmend müssen auch die Tablets über MDM-Lösungen in Firmenumgebungen verwaltet werden. Ebenso wie bei Smartphones spielen Konzepte wie BYOD und COPE eine immer größere Rolle bei der Ablösung der klassischen Computer.


Weitere Entwicklung

Mittlerweile werden Tablets auch mit Windows 7,8 (8.1) und 10 als Betriebssystem angeboten. Microsoft setzt hierbei auf eine neue Kacheloptik, die dem Benutzer, egal ob am PC oder Tablet, das gleiche "Look and Feel" geben soll. Im Gegensatz zu Tablets ohne Tastatur verfolgt Microsoft einen Ansatz, eine abgekoppelbare Tastatur einzusetzen. Die Firma Apple zog mit der Ankündigung eines IPad pro mit optionaler Tastatur in 2015 nach.


Weblinks


Siehe übergeordnete Stichworte


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 24. Oktober 2015 um 19:10 Uhr von Oliver Wege geändert. Basierend auf der Arbeit von Markus Albert.

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