Sicherheitsmanagement

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Bei der heutigen vielfältigen Bedrohungslage sind Unternehmen der Wirtschaft gefordert, das Thema Sicherheit als Managementaufgabe zu begreifen und demzufolge strategisch zu handeln. Die Formulierung einer an die Unternehmensstrategie angelehnten Sicherheitsstrategie ist dabei zwingend erforderlich. Deren erfolgreiche Umsetzung hängt in hohem Maße von entsprechend qualifizierten Mitarbeitern ab. Sicherheitsmanagement ist ein komplexer Prozess der Steuerung von materiellen, konzeptionellen und menschlichen Ressourcen. Die Gefahren für die Sicherheit steigen unter anderem aufgrund der Globalisierung und des technischen Fortschritts ständig an. Der Staat kann ihnen nicht mehr allein begegnen und greift zunehmend auf private Dienstleister, wie u.a. in der kommunalen Sicherheit, zurück.

Aufgaben des Sicherheitsmanagers

Den Sicherheitsbedarf ermitteln, passende Konzepte entwickeln, umsetzen und kontrollieren – das sind die Kernaufgaben von Sicherheits-Führungskräften, den Sicherheitsmanagerinnen und ‐managern. Dabei geht es um den Schutz von Unternehmen: von Gebäuden und Anlagen über Brand‐ und Wasserschutz bis zur Abwehr von Produktpiraterie, Wirtschaftsspionage und Hackerangriffen. Aber auch kritische Infrastrukturen wie Flughäfen, Kernkraftwerke, Verkehrsunternehmen oder Veranstaltungsstätten sichern Sicherheitsexpertinnen und ‐experten. Aus der Sicherheitsstrategie, die in die Unternehmensstrategie integriert werden muss, sollte hervorgehen, wofür das Unternehmen im Bereich Sicherheit steht, was es hier erreichen will und welche Grundsätze und Prinzipien handlungsleitend sein sollen. Dabei dient die Formulierung des Soll-Zustandes dazu, die längerfristige Entwicklung im Bereich Sicherheit festzulegen und zielorientiert zu steuern. Diese strategischen Ziele schaffen die Voraussetzung für die Entwicklung entsprechender Maßnahmen zur Zielerreichung.


Ausbildung

Neben den klassischen Ausbildungsberufen FKSS, SKSS und Geprüfte(r) Meister(in) für Schutz und Sicherheit haben sich in der letzten Dekade Studiengänge Sicherheits- und Risiko-Management, IT-Sicherheit sowie Sicherheitstechnik am Markt etabliert. Akademische Kompetenzen sind für Führungskräfte der Sicherheitsbranche der Schlüssel zum beruflichen Erfolg.


Anforderungen

Eine nachhaltige strategische Ausrichtung ist jedoch gerade im Bereich Sicherheit sehr wichtig, um den künftigen Herausforderungen adäquat begegnen zu können. In diesem Zusammenhang spielt der Grundsatz der Antizipation von Entwicklungen eine wichtige Rolle. Ziel des Sicherheitsmanagements muss es sein, vorausschauend zu agieren. Dies kann unter anderem durch das Beobachten und strategische Vorausdenken möglicher Entwicklungen und Ereignisse geschehen, beispielsweise mittels der Entwicklung von Szenarien oder durch Planspiele. Der Fokus liegt hierbei auf möglichen Bedrohungen, dem technologischen Fortschritt, sich ändernden Kundenwünschen oder möglichen Gesetzesänderungen.


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 15. Mai 2017 um 10:13 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Jan Wolter, Katharina Geutebrück, Oliver Wege, Peter Fasold, Klaus Kapinos, Admin, M. Albert und Alexander B. Krause.

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