Schusssicherer Schalter

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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In der Schweiz gebräuchliche Bezeichnung für einen Schalterkorpus mit Panzerglas-Aufbau, der bei der Abwicklung von Geschäften mit Bargeld oder Wertsachen den Schalterbeamten vor Angriffen und Überfällen schützt. Die Schusssicherheit des Panzerglases ist in der Regel auf den Einsatz von Handfeuerwaffen beschränkt.

Schalterkorpusse werden in verschiedenen Materialien ausgeführt: Für die Gewährleistung der Schusssicherheit ist die Verwendung von Panzerholz oder Stahl notwendig. Das Panzerglas sollte, wenn immer möglich, bis zur Decke reichen, um ein Übersteigen des Schalters auszuschließen.

Am häufigsten wird Panzerglas mit mehrschichtigem Aufbau - in der Regel sind es 4 Schichten - mit einer Gesamtstärke von 31 mm bis 33 mm eingesetzt. Die Öffnungen für die Abwicklungen der Geschäfte (Durchgabemulden) und die Sprechverständigung (Sprechumlenkung) müssen ebenfalls schusssicher konstruiert sein.

Schusssicherer Schalter
Schusssichere Schalter sind meist Teil der Sicherheitszone im direkten Kundenkontakt. Die Sicherheitszone ist vom Kundenbereich aus nicht direkt zugänglich, d. h. sie ist mit Sicherheitstüren und -schleusen abgesichert und verfügt über eine von außen nicht einsehbare Fluchtecke. Findet bei mit Panzerglas geschützten Schaltern ein Überfall statt, so können sich die am Schalter beschäftigten Personen gefahrlos in die Fluchtecke zurückziehen.

Dadurch reißt einerseits die Kommunikation ab (die Täter können keine Forderungen anbringen) andererseits kann per Telefon der Kontakt zu externen Stellen aufrechterhalten werden: Die genaue und gefahrlose Information nach außen über sich im Gebäudeinnern abspielende Vorgänge ist von entscheidender Bedeutung.

Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 16. August 2011 um 16:01 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Peter Kappeler.

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