Kriminalstatistik

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Die deutschen Polizeilichen Kriminalstatistiken (PKS) sind umfangreich auf der Website des BKA dokumentiert. Fundstelle: https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/pks_node.html

Vor der bundesweiten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) veröffentlichen die Bundesländer regelmäßig ihre regionalen Statistiken, die meist schon frühzeitig Trends erkennen lassen.


2016

Als erstes Bundesland hat Hamburg am 8. Februar 2017 seine Kriminalstatistik (PKS) für 2016 vorgestellt. Die Gesamtzahl der erfassten Delikte ging um 1,9 Prozent auf 239.230 Taten zurück – der höchste Rückgang seit 2010. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote um einen Prozentpunkt von 43,8 auf 44,8 Prozent. Auch Wohnungseinbrüche und Taschendiebstahl nahmen deutlich ab[1].

Niedersachsen meldete am 13. Februar 2017 einen leichten Rückgang der Straftaten auf 561.963 Fälle. Die Abnahme wird teilweise auf einen Rückgang der typischen Ausländerdelikte (illegale Einreise, illegaler Aufenthalt) zurückgeführt. Erfreulich: Auch hier ein leichter Rückgang der Wohnungseinbrüche und ein Anstieg der Aufklärungsquote[2].

Schleswig-Holstein berichtet am 16. Februar: Anstieg der registrierten Kriminalität um 1,9 Prozent auf insgesamt 206.541 Straftaten. Aber Trendwende beim Wohnungseinbruchdiebstahl: Rückgang um 8,8 Prozent auf 7.711 Fälle. Gleichzeitig ist die Aufklärungsquote hier von 8,9 Prozent auf 11,2 Prozent gestiegen. Zugenommen haben Gewalt- und Sexualdelikte sowie typischerweise von Ausländern begangene Straftaten[3].

Ebenfalls am 16. Februar meldete Hessen einen Rückgang der Wohnungseinbruchs- und Straßenkriminalität und eine gestiegene Aufklärungsquote[4].

Nordrhein-Westfalen berichtet am 06. März ebenfalls von einer Trendwende bei Wohnungseinbruch und Taschendiebstahl. Auch die Gesamtzahl der Straftaen war 2016 rückläufig[5].

Brandenburg meldet am 08. März weniger Straftaten und eine höhere Aufklärungsquote. Interessant: Gemeinden, die an Berlin grenzen, melden mehr Kriminalität, Gemeinden an der Grenze zu Polen freuen sich über einen Rückgang. Auch in Brandeburg ein Rückgang der Diebstahlsdelikte einschließlich Wohnungseinbruch. Besorgniserregend: Mehr Gewalt gegen Polizisten[6].

Bayern meldete am 13. März: Mehr Straftaten, aber weniger Diebstähle. Der Anstieg sei vor allem durch Zuwanderer und intensivierte Rauschgiftfahndung verursacht. Die ohnehin hohe Aufklärungsquote konnte noch einmal zulegen[7].

Auch Rheinland-Pfalz trat am 13. März mit seienr Kriminalstatistik an die Öffentlichkeit: Auffällig auch hier: Deutlicher Rückgang der Wohnungseinbrüche: Hoher Versuchsanteil, was als Indiz für wirksame Sicherungsmaßnahmen gewertet wird. Und insgesamt eine hohe Aufklärungsquote[8]

Auch Berlin veröffentlichtz am 13. März seine Statistik: Mehr Ausländerdelikte, mehr Taschen- und Fahrzeugdiebstähle, aber weniger Wohnungseinbrüche[9].

In Sachsen-Anhalt, das seine Statistik am 14. März veröffentlichte, gab es einen der seltenen Anstiege beim Wohnungseinbruch - allerdings vor allem bei den Versuchen. Insgesamt auch hier ein Rückgang der Straftaten und eine Steigerung der Aufklärungsquote.[10]

Baden-Württemberg berichtet am 16. März über weniger Straftaten - auch fast 10% weniger Wohnungseinbrüche - und eine gestiegene Aufklärungquote. Wie überall hat jedoch auch im Südweststaat die Gewalt zugenommen, besonders gegen Polizeibeamte. Hier sollen künftig Bodycams helfen[11].

Positiv auf nahezu ganzer Linie präsentierte das Saarland am 20. März seine Statistik: Insgesamt 1,3 % weniger Straftaten. Anstieg der Aufklärungsquote von 57,2 auf 58,3 %. 20,1 % weniger Wohnungseinbrüche[12].

Am 22. März folgte das Bundesland Bremen. Schwerpunkte: Besonders belastet: Ausländische Jugendliche als Tatverdächtige. Weniger Wohnungseinbrüche und Taschendiebstähle. Und kein Tag ohne Enkeltrick.

Sachsen meldet am 29. März eine deutliche Zunahme der Wohnungseinbrüche. Dafür hat eine Konzentration der Kräfte auf die Bekämpfung des Kfz-Diebstahls bei diesem Delikt zu einem Rückgang geführt. Wie überall: Zunahme der Ausländerkriminalität und der Gewaltdelikte[13].

In Thüringen gab es 2016 mehr Straftaten, aber weniger Wohnungseinbrüche und bei diesem Delikt eine höhere Aufklärungsquote[14]

Mecklenburg-Vorpommern verwies auf die merkliche Zuwandererkriminalität. Insgesamt registrierte das Bundesland eine deutliche Zunahme der Straftaten (+ 4.9%). Auch hier ging der Wohnungseinbruch zurück und die Aufklärungsquote wurde verbessert[15]

Die Versicherer stellten 2016 einen Rückgang der Fallzahlen beim Wohnungseinbruch um ca. 10% und eine Reduzierung des Schadenaufwandes von 530 auf 470 Millionen Euro fest[16].


2015

Die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2015 wurde am 23. Mai 2016 in Berlin vorgestellt. Sie ist in voller Länge abrufbar unter http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/2016/pks-2015.pdf?__blob=publicationFile.[17]

2015 hat die Polizei 402.741 ausländerrechtliche Verstöße (2014: 156.396) registriert. Mit deren Berücksichtigung liegt die Gesamtzahl registrierter Straftaten bei mehr als sechs Millionen (2015: 6.330.649; 2014: 6.082.064). Ohne Berücksichtigung der ausländerrechtlichen Verstöße wurden 5.927.908 Straftaten erfasst, das entspricht dem Niveau des Vorjahres (2014: 5.925.668). Die folgenden Zahlen beziehen sich auf die bundesweit polizeilich registrierten Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße.

Die Aufklärungsquote liegt mit einem Wert von 53,4 % auf dem Niveau des Vorjahres, jedoch unterscheidet sie sich stark je nach Kriminalitätsbereich. Bei Diebstahlsdelikten wie dem Wohnungseinbruch ist sie mit 14,1 % gering, bei Tötungsdelikten liegt sie hingegen bei 94,8 %.

Die Zahl der Tatverdächtigen liegt mit rund 2 Mio. nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (2015: 2.011.898; 2014: 2.023.626). Die Mehrheit der Tatverdächtigen ist männlich (2015: 74,8 %), und die Mehrheit wird nur mit einer Straftat im Jahr polizeilich erfasst (2015: 73 %). Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen an allen Tatverdächtigen beträgt über 27 %; die Zahl ist 2015 auf 555.820 gestiegen (2014: 492.610). Davon sind 20,5 % Zuwanderer, dies entspricht einem Anteil von 5,7 % an allen Tatverdächtigen.

Angestiegen sind die Fallzahlen bei den Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das Freizügigkeitsgesetz/EU (+157,5% auf 402.741 Fälle), Ladendiebstahl (+7,1% auf 391.402 Fälle), Taschendiebstahl (+7,0% auf 168.142 Fälle) und Wohnungseinbruchdiebstahl (+9,9% auf 167.136 Fälle). Die allgemeine Gewaltkriminalität ist unverändert hoch bei 181.386 Straftaten.

In folgenden Deliktsbereichen sind im Jahr 2015 die Fallzahlen zurückgegangen: Sachbeschädigung (-4,0% auf 577.017 Fälle), Tankbetrug (-7,8% auf 79.605 Fälle), Wirtschaftskriminalität (-3,5% auf 60.977 Fälle) und Fälle von Sozialleistungsbetrug (-19,3% auf 17.742 Fälle).

Die Anteile von Kindern und Jugendlichen unter den Tatverdächtigen sind im vergangenen Jahr um 8,1°% bzw. 4,6°% zurückgegangen.

Die Zahl der politisch motivierten Straftaten ist 2015 um 19,2% deutlich angestiegen und in den Bereichen PMK -rechts- und PMK -links- auf dem höchsten Stand seit 2001. Insgesamt wurden 38.981 politisch motivierte Straftaten verzeichnet, darunter 22.960 im Bereich der PMK -rechts- (+34,9%) und 9.605 im Bereich der PMK -links- (+18,3%). Die Zahl der Gewalttaten ist mit einem Anstieg um 30,7% ebenfalls auf einem neuen Höchststand angelangt. Der Anstieg ist vor allem auf eine Zunahme der politisch rechts- (+44,3%) und linksmotivierten (34,9%) Gewaltdelikte zurückzufuhren.

Deutlich gestiegen ist mit 3.007 Fällen (+31,6%) der Anteil der Körperverletzungen an den Gewalttaten im Bereich politisch motivierter Straftaten. Hervorzuheben sind auch hier die Anstiege in den Bereichen PMK -links auf 1.354 Köperverletzungen (+46,5%) und im Bereich der PMK -rechts auf 1.177 Fälle (+30,7%). Im Jahr 2015 kam es in 20 Fällen zu versuchten Tötungsdelikten. Acht Taten sind jeweils der PMK -rechts- und PMK -links-, drei dem Bereich PMK-Ausländer zuzurechnen.

Angriffe auf Asyl- und Flüchtlingsunterkünfte sind von 199 im Jahr 2014 auf 1031 Straftaten im Jahr 2015 angestiegen, davon waren neun von zehn rechtsmotiviert. Im Vergleich zu den politisch motivierten Straftaten insgesamt ist bei Straftaten gegen Asylunterkünfte ein höherer Anteil schwerer Straftaten zu beobachten: Der Meldedienst verzeichnet für 2015 vier versuchte Tötungsdelikte, 60 Körperverletzungsdelikte, 94 Brandstiftungsdelikte und 8 Sprengstoffdelikte.


Ergebnis der Bundesländer

Als erstes Bundesland hatte schon vor der Vorstellung der bundesweiten Statistik das Saarland Zahlen für 2015 veröffentlicht: Mehr Straftaten, aber vor allem mehr Delikte wie zum Beispiel "unerlaubte Einreise" oder "illegaler Aufenthalt", höhere Aufklärungsquote, weniger Wohnungseinbrüche und Taschendiebstähle.[18]

Baden-Württemberg berichtete Ende Januar 2016 von einer 2015 um 10 % gesunkenen Fallzahl beim Wohnungseinbruch bei gleichzeitig auf 17,3 % gestiegener Aufklärungsquote[19].

Ausführliche Statistiken der einzelnen Bundesländer:

Baden-Württemberg https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-baden-wuerttemberg-5931 (Eigentumskriminalität überwiegt, aber Wohnungseinbrüche rückläufig. Gewalt gegen Polizei nimmt abermals zu)

Bayern https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-bayern-5912 (Ohne Berücksichtigung illegaler Grenzübertritte u.Ä.: Geringere Kriminalitätsbelastung, höhere Aufklärungsquote und mehr ausländische Tatverdächtige. Erste Erfolge im Kampf gegen [[Wohnungseinbrüche].)

Berlin https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-berlin-5747 (Gewalt auf Rekordtief. Weniger Einbrüche in Wohnungen. Anstieg bei Taschendiebstählen ungebremst.) Langfassung verfügbar unter: http://www.berlin.de/sen/inneres/sicherheit/polizei/kriminalstatistiken-und-lagebilder/2015/artikel.449721.php

Brandenburg https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-brandenburg-5902 (Zahl der Straftaten sinkt auf neuen Tiefststand. Weniger Diebstähle, aber mehr Einbrüche. Aufklärungsquote stagniert)

Bremen: http://senatspressestelle.bremen.de/detail.php?gsid=bremen146.c.164978.de&asl=bremen02.c.732.de (Mehr Strafteaten, weniger Wohnungseinbrüche)

Hamburg https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-hamburg-5803 (Leichter Rückgang bei Körperverletzungen, Anstieg bei Eigentumsdelikten, Wohnungseinbruch + 20.2%, vor allem durch "Reisende Täter")

Hessen: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2015-hessen-5529 (Höchste jemals gemessene Aufklärungsquote, weniger Straßenkriminalität, aber mehr Wohnungseinbrüche)

Niedersachsen https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-niedersachsen-5653 (Mehr Wohnungseinbrüche. Mehr Straftaten; aber darunter viele „ausländerrechtliche Verstöße". Weniger Opfer. Etwas weniger Cybercrime.)

Nordrheinn-Westfalen https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-nordrhein-westfalen-5824 (Deutliche Zunahme von Wohnungseinbrüchen. Mehr Taschendiebstähle. Weniger Jugendkriminalität.)

Rheinland-Pfalz https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-rheinland-pfalz-5970 (62,7 Prozent aller Straftaten aufgeklärt. Auch in Rheinland-Pfalz mehr Wohnungseinbrüche.)

Sachsen https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-sachsen-5980 (Gesamtkriminalität gesunken, auch Rückgang der Eigentumskriminalität. Aber: Wohnungseinbrüche signifikant angestiegen. Höhere Aufklärungsquote.)

Sachsen-Anhalt https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-sachsen-anhalt-5729 (Mehr Straftaten, vor allem Verstöße gegen das Ausländerrecht, mehr Tatverdächtige ermittelt, geringere Aufklärungsquote)

Schleswig-Holstein: http://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/IV/Presse/PI/2016/160307_im_kriminalstatistik2015.html (Zahl der Straftaten auf Vorjahresniveau, Aufklärungsquote bleibt hoch, Anstieg beim Wohnungseinbruchdiebstahl)

Thüringen: http://www.thueringen.de/th3/polizei/landespolizeidirektion/statistik/kriminalstatistik/ (Weniger Straftaten, höhere Aufklärungsquote, massiver Anstieg der Wohnungseinbrüche)


Statistik der Bahn

Eine eigene Statistik in Gestalt eines Sicherheitsberichts[20] legt regelmäßig die Bahn vor. Hier geht es vorwiegend um Vandalismus, Metalldiebstähle, Angriffe auf Automaten, aber auch auf Fahrgäste und das Sicherheitspersonal.

2014

Für 2014 wurde die Bundes-Kriminalstatistik am 6. Mai 2015 veröffentlicht: https://www.secupedia.info/aktuelles/bund-polizeiliche-kriminalstatistik-2014-2-mehr-straftaten-4005 (mit Link zur vollständigen Statistik)

Bereits vorher hatten die Bundesländer ihre Statistiken vorgelegt:

Baden-Württemberg: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-fuer-baden-wuerttemberg-3599 (Höhere Aufklärungsquote)
Bayern: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-bayern-3748 (Gewaltkriminalität und Internetkriminalität zurückgegangen. Wohnungseinbruch: +28,6 Prozent. Schwerpunktaktionen gegen Diebesbanden)
Berlin: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-berlin-starker-anstieg-von-taschen-und-fahrraddiebstaehlen-3577 (Zahl der Rohheitsdelikte auf Tiefststand. "Schwarzfahren": + 395,2 Prozent)
Brandenburg: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-brandenburg-3820 (Weniger Gewalt und Autoklau in Brandenburg. Leichter Rückgang der Zahl der Straftaten insgesamt)
Bremen: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-bremen-3689 (Raub: Smartphones und Schmuck direkt vom Hals. Professionalisierung und Internationalisierung der Täter im Bereich Cybercrime)
Hamburg: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-hamburg-3753 (Deutlicher Rückgang bei Raubtaten, mehr Einbrüche.)
Mecklenburg-Vorpommern: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-mecklenburg-vorpommern-3838 (3.900 Straftaten weniger als im Vorjahr. Jugendkriminalität rückläufig – Zuwachs bei den Altersgruppen ab 30 Jahren. Wohnungseinbrüche stagnieren.)
Niedersachsen: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-niedersachsen-3819 (1300 weniger Opfer von Straftaten. 1100 weniger Wohnungseinbrüche. Insgesamt Anstieg um 1.3 Prozent.)
Nordrhein-Westfalen: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-nordrhein-westfalen-3662 (Weniger Gewalt und weniger Wohnungseinbrüche)
Rheinland-Pfalz https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-rheinland-pfalz-3893 (Rückgang vor allem bei der Jugendkriminalität, bei Gewaltdelikten und auch bei Wohnungseinbrüchen.)
Saarland: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-saarland-3803 (Starke Zunahme beim Wohnungseinbruch und Taschendiebstahl)
Sachsen: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-sachsen-3786 (Steigerung um 4,7 Prozent. Crystal-Abhängigkeit erzeugt mehr Beschaffungskriminalität. Wohnungseinbrüche: Plus 6,9 %.)
Sachsen-Anhalt: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-sachsen-anhalt-3743 (Anzahl der Straftaten auf nahezu gleichem Niveau des Vorjahres, Aufklärungsquote gestiegen)
Schleswig-Holstein: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-schleswig-holstein-3645 (Etwas mehr Straftaten, höchste Aufklärungsquote, weniger Jugendkriminalität und Stopp des Aufwärtstrends bei Einbrüchen)
Thüringen: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2014-thueringen-3817 (Diebstahl aus Wohnungen: Rückgang um 11,3 Prozent bei einer Aufklärungsquote von 50,9 Prozent!)
Baden-Württemberg: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-baden-wuerttemberg-5931 (Eigentumskriminalität überwiegt, aber Wohnungseinbrüche rückläufig. Gewalt gegen Polizei nimmt abermals zu)

Die wesentlichen Feststellungen für 2014:

  • Deutliche Zunahme der Straftaten um 2% aus: Mit 6.082.064 polizeilich registrierten Straftaten wurde die höchste Zahl seit 2008 gemeldet.
  • Parallel stieg auch die Zahl der Tatverdächtigen um 2,6% auf 2,15 Mio. an.
  • Aufklärungsquote leicht auf 54,9% erhöht (2013: 54,5%).
  • Gewaltkriminalität rückläufig (-2,1%). 180.955 Fälle sind der niedrigste Wert seit 1997
  • Straßenkriminalität +2,5% auf 1,3 Mio. Fälle
  • Wohnungseinbruchdiebstähle +1,8% auf 152.123 Fälle (Aufklärungsquote: 15,9%),
  • Taschendiebstähle +15,8% zu auf 157.069 Fälle
  • Betrugshandlungen +3,3% auf 0,97 Mio. Fälle.
  • Wirtschaftskriminalität -11,8% auf 63.194 Fälle
  • Sexueller Missbrauch von Kindern -2,4% auf 12.134 Fälle
  • Sachbeschädigung -3,3% auf 601.112 Fälle
  • Kfz-Diebstahl -2,8% auf 36.388 Fälle
  • Straftaten gegen das Waffengesetz -2,1% auf 30.785 Fälle).

Auf vergleichende Aussagen zum Themenfeld Cybercrime verzichtet die PKS für 2014, da durch eine Umstellung der Erfassung nur noch Fälle (73.907) erfasst wurden, deren Tathandlung in Deutschland liegt. Um zukünftig auch die vom Ausland aus begangenen Cybercrimedelikte sowie die mit unbekanntem Tatort mit schädigender Auswirkung auf Deutschland zu erheben und in die Lagedarstellung aufzunehmen, ist künftig eine gesonderte statistische Erfassung dieser Straftaten vorgesehen.


2013

Die bundesweite Statistik für 2013 wurde am 4. Juni 2014 veröffentlicht. Sie ist unter http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Nachrichten/Pressemitteilungen/2014/06/PKS2013.pdf;jsessionid=947BEEEC43E75687DA53F9EF16CF3B8B.2_cid373?__blob=publicationFile abrufbar.

Zuvor waren bereits die Statistiken für alle Bundesländer veröffentlicht worden:

Baden-Württemberg: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-baden-wuerttemberg-1410
Bayern: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-bayern-1292
Berlin: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-berlin-1201
Brandenburg: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-brandenburg-1267
Brandenburg special - die Grenzregieon: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-brandenburg-spezial-die-grenzregion-zu-polen-1308
Bremen: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-bremen-1262
Hamburg: https://www.secupedia.info/aktuelles/weitere-polizeiliche-kriminalstatistik-2013-hamburg-1138
Hessen: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-hessen-1337
Mecklenburg-Vorpommern: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-mecklenburg-vorpommern-1381
Niedersachsen https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-niedersachsen-1422
Nordrhein-Westfalen: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-nordrhein-westfalen-1288
Rheinland-Pfalz: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-rheinland-pfalz-1317
Saarland https://www.secupedia.info/aktuelles/erste-zahlen-zur-kriminalstatistik-fuer-2013-1019
Sachsen: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-sachsen-1345
Sachsen-Anhalt: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-sachsen-anhalt-1274
Schleswig-Holstein: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-schleswig-holstein-1272
Thüringen: https://www.secupedia.info/aktuelles/kriminalstatistik-2013-thueringen-1315

Die wesentlichen Feststellungen für 2013:

  • 5.961.662 Straftaten (2012: 5.997.040 Straftaten)
  • Aufklärungsquote: 54,5% (2012: 54,4%).
  • Tatverdächtige: 2.094.160 (darunter Jugendlicher (14 bis unter 18 Jahre) 190.205, -5%)
  • Straftaten gegen das Leben (Rückgang um 2,5% auf 2.951 Fälle)
  • Gewaltkriminalität (Rückgang um 5,3% auf 184.847 Fälle)
  • Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung: 46.793 Fälle (+2,1%)
  • Sexueller Missbrauch von Kindern: 12.437 Fälle (- 1,5%).
  • Cyber-Kriminalität: 64.426 Fälle (darunter Computersabotage 12.766 Fälle +17,6%)
  • Diebstahlsdelikte: 2.382.743 Fälle (darunter Wohnungseinbruchsdiebstähle 149.500 Fälle, +3,7%)

[21]


Reaktionen

Meist verbreitete der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) oder die Gewerkschaft der Poliztei (GdP) kurz nach Veröffentlichung der jeweiligen Landesstatistik eine eigene Stellungnahme mit deutlich kritischerer Sicht auf die Kriminalitätsentwicklung und zum Teil mit Forderungen nach besserer Ausstattung der Polizei. (Beispiele: http://www.bdk.de/lv/hamburg/presseerklaerung, http://www.bdk.de/lv/bremen/startseite/pks-2014-2013-einbruche-deutlich-gestiegen). Der BDK Landesverband Brandenburg forderte eine grundsätzliche Neuorentierung bei den Polizeilichen Kriminalstatistiken[22]


Schweiz

Auch die Schweiz hebt für 2016 einen signifikanten Rückgang der Einbrüche hervor. Ebenfalls positiv: ein deutlicher Rückgang der Gesamtkriminalität und der Jugendkriminalität[23]

Bereits 2015 hatte die Schweiz einen Rückgang der Kriminalität gemeldet[24]. Umfangreiches Material zur Kriminalstatistik in der Schweiz findet sich auf einer Website des schweizerischen Bundesamtes für Statistik unter http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/19/01/new/nip_detail.html?gnpID=2016-111).

Materialien zur Schweizer Polizeilichen Kriminalstatistik für 2014[25] unter http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/19/01/new/nip_detail.html?gnpID=2014-350

Österreich

Für 2016 berichtet Österreich am 06. März 2017 über einen Anstieg der Straftaten, der vor allem auf Cybercrime (+ 30,9 %) und Kriminaliät von Asylsuchenden (+ 54,2 %) zurückzuführen ist. Die guten Nachrichten: Ein Rückgang des Wohnungseinbruchs um 16,4 % und eine Steigerung der Aufklärungsquote um 1,9 Prozentpunkte gegenüber 2015 und sogar um 6,5 Prozentpunkte gegenüber 2007.[26]

Die Statistik 2014 für Österreich wurde ebenfalls im März 2015 veröffentlicht: https://www.secupedia.info/aktuelles/oesterreich-kriminalstatistik-2014-3699 (Rekordtiefstand der Kriminalität, aber Anstieg beim Wohnraumeinbruch)

Für 2013 berichtete das österreichische Bundeskriminalamt (.BK) bereits von einem Rückgang der Straftaten und einem Anstieg der Aufklärungsquote. Details unter https://www.secupedia.info/aktuelles/oesterreich-kriminalstatistik-2013-1404


Einzelnachweis

  1. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: Hamburg vor!
  2. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: Erfreuliches aus Niedersachsen
  3. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: Schleswig-Holstein erfolgreich gegen Wohnungseinbruch
  4. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: Hessen mit Rekord-Aufklärungsquote
  5. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: Auch in NRW weniger Wohnungseinbrüche
  6. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: Zahl der Straftaten in Brandenburg erneut gesunken
  7. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: Mehr Straftaten, aber weniger Diebstähle in Bayern
  8. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: Auch in Rheinland-Pfalz weniger Wohnungseinbrüche
  9. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: Vermischtes aus Berlin
  10. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: Rückgang der Straftaten, Erhöhung der Aufklärungsquote auch in Sachsen-Anhalt
  11. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: Auch in Baden-Württemberg weniger Straftaten, höhere Aufklärungsquote
  12. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: Erfolge im Saarland
  13. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: In Sachsen 10% mehr Wohnungseinbrüche
  14. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: In Thüringen mehr Einbrüche aufgeklärt
  15. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: M-V mit höheren Fallzahlen und deutlicher Zuwandererkriminalität
  16. SecuPedia Aktuell: Versicherer: 10 Prozent weniger Einbrüche
  17. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik 2015 vorgestellt
  18. SecuPedia Aktuell: Erste Zahlen zur Kriminalitätsentwicklung 2015
  19. SecuPedia Aktuell: Baden-Württemberg: Wohnungseinbrüche 2015 um knapp zehn Prozent gesunken
  20. SecuPedia Aktuell: Weniger Straftaten in Zügen und Bahnhöfen
  21. SecuPedia Aktuell: Po­li­zei­li­che Kri­mi­nal­sta­tis­tik 2013 vor­ge­stellt
  22. SecuPedia Aktuell: Kripo-Gewerkschaft BDK fordert Reform der Kriminalstatistik
  23. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik: 2016 erneut weniger Einbrüche in der Schweiz
  24. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik Schweiz: Deutlicher Rückgang
  25. SecuPedia Aktuell: Kriminalstatistik 2014: Schweiz
  26. SecuPedia Aktuell: Österreich/Kriminalstatistik: Gesamtkriminalität 2016 leicht angestiegen


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 21. April 2017 um 12:27 Uhr von Peter Hohl geändert.

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