KRITIS-Sicherheitsorganisation in Deutschland

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Auf Grund der zwei Schlüsselereignisse in den Jahren 2001/2002 (Terroranschläge vom 11. September und Elbe-Jahrhundertflut) wurde die behördliche Sicherheitsarchitektur in Deutschland reorganisiert bzw neu ausgerichtet (Stichwort KRITIS).

Im Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums wurde das Krisenmanagement für die Kritischen Infrastrukturen (KRITIS) im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) angesiedelt. Hier erfolgt auch die Gesamtkoordination über das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ) (u.a. mit Hilfsorganisationen wie z.B. THW).

Im Bereich öffentliche Sicherheit arbeiten die Polizeien der Länder mit dem Bundeskriminalamt (BKA) auf der Bundesseite zusammen. Zusätzlich wurde das "Gemeinsame Terrorismusabwehrzentrum" (GTAZ) zur Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten (u.a. BfV) geschaffen.

Bezüglich der IT-Sicherheit hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf Bundesebene die Federführung (insbesondere hier das IT-Krisenmanagement mit dem IT-Kri­sen­re­ak­ti­ons­zen­trum sowie dem BSI-Lagezentrum und CERT-Bund). Im erst kürzlich initiierten Nationalen Cyber-Abwehrzentrum (NCAZ) ist eine enge Zusammenarbeit des BSI mit dem BBK vorgesehen, bei einem Internet-Katastrophenfall wird direkt an den vom Staatssekretär des BMI geleiteten Krisenstab berichtet. Zudem organisiert das BBK entsprechende KRITIS-Übungen. Im Jahr 2011 hat diese Übung (LÜKEX 2011) unter Einbeziehung des BSI zielgerichtete Angriffe auf IT-Infrastrukturen zum Inhalt. Den Schwerpunkt bilden auch hier verschiedene Formen von Internetangriffen (Stichwort Cyber-Sicherheitsstrategie).

Insgesamt besitzen damit die 3 Hauptsicherheitsbereiche KRITIS, öffentliche und Cyber-Sicherheit über jeweils eigene übergreifende Lage- bzw. Abwehrzentren (GMLZ, GTAZ, NCAZ).

Unternehmen, die Kritische Infrastrukturen betreiben, sind zur Mitwirkung eingeladen. Die Zuordnung lässt sich anhand der Sektoreneinteilung für Kritische Infrastrukturen ableiten. Die Geschäftsstelle des UP KRITIS im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik steht für Aufnahmeanträge und Rückfragen zur Verfügung[1].


Einzelnachweis

  1. SecuPedia Aktuell von 22.7.2014: KRITIS: Bündnis gegen Cyber-Bedrohungen wird erweitert


Siehe übergeordnete Stichworte

Siehe auch




Diese Seite wurde zuletzt am 22. Juli 2014 um 17:46 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Oliver Wege und Admin.

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