Evaluation and Certification Schemes for Security Products (CRISP)

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Das europäische Projekt CRISP (Evaluation and Certification Schemes for Security Products) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Grundlagen für eine ganzheitliche, europaweite Zertifizierungsmethode für Securitylösungen zu entwickeln, indem soziale, rechtliche und ökonomische Aspekte in Form entsprechender Bewertungskriterien und Anforderungen integriert werden. CRISP adressiert insbesondere die Sicherheitsindustrie und -dienstleister, Sicherheitsverbände, Datenschutzbehörden, Endanwender und Zertifizierungsstellen.

Projektkonsortium

Bei dem zunächst auf Zeit angelegten Projekt CRISP (April 2014 bis März 2017) handelt es sich um ein durch das 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union gefördertes Vorhaben, das von acht Partnern durchgeführt wird: dem Niederländischen Institut für Normung (NEN, Projektkoordinator, Niederlande), Trilateral Research Ltd. (Großbritannien), der Technischen Universität Berlin – Fachgebiet Innovationsökonomie und Zentrum Technik und Gesellschaft (Deutschland), dem Vienna Centre for Societal Security (Österreich), der Vrije Universiteit Brussel (Belgien), der Universitat Jaume I de Castellon (Spanien) und dem Datenschutzbeauftragten der Republik Slowenien Informacijski pooblaščenec Republike Slovenije(Slowenien).


Systematik

Im Rahmen des Projektes wurde ein Bewertungs- und Zertifizierungsverfahren entwickelt, das vier sogenannte S-T-E-Fi Dimensionen mit relevanten Bewertungskriterien und Anforderungen beinhaltet ("Sicherheit", "Vertrauen", "Effizienz" und Vermeidung von "Freiheitsverletzungen", englisch: Security, Trust, Efficiency und Freedom Infringement) Dieses Verfahren wird die Basis des CRISP Certification Schemes bilden, welches nach Abschluss des Forschungsprojekts durch eine interessierte Organisation weiterentwickelt werden soll. Nach einer angedachten Pilotphase, die sich auf installierte Videoüberwachungssysteme fokussieren wird, ist zudem vorgesehen, das zukünftige CRISP Certification Scheme auf weitere Sicherheitssystembereiche auszuweiten.


Umsetzung

Das Projekt steht kurz vor dem erfolgreichen Abschluss. Ein finaler Arbeitsschritt ist die Konzeption des CEN-CENELEC Workshop Agreements (CWA): "Guidelines for the evaluation of installed security systems based on S-T-E-Fi criteria". Das CWA ist ein Referenzdokument des Europäischen Komitees für Normung (CEN), das als Grundlage für weitere Standardisierungsmaßnahmen in Bezug auf zertifizierte Sicherheitslösungen dient. Das erste CWA-Arbeitsgruppentreffen fand im Oktober 2016 in den Niederlanden statt. In Delft trafen sich interessierte Akteur_innen aus Praxis und Wissenschaft. Der zweite Workshop, dem eine Überarbeitung des CWA-Entwurfs durch das CRISP-Projektkonsortium vorausging, erfolgte im Januar 2017 in Brüssel. Die Dauer eines CEN Workshops beträgt etwa 8 bis 10 Monate.

Derzeit befindet sich das CWA in der dritten Phase, in der allen interessierten Stakeholdergruppen ermöglicht wird, Anmerkungen zum Dokument einzureichen. Dazu wird der Entwurf zwischen Anfang Februar und Anfang März 2017 auf der CEN-CENELEC-Webseite zur Kommentierung veröffentlicht und abschießend finalisiert. Ziel ist es, das CWA unter Zustimmung aller Mitwirkenden zum Ende der Projektlaufzeit im März 2017 erfolgreich fertigzustellen.

Die Abschlusskonferenz des CRISP-Projekts findet am 16. März 2017 im Rahmen des 6. Community of Users Meeting (14. bis 17. März 2017) in Brüssel statt.


Weblinks

Projekthomepage http://crispproject.eu



Diese Seite wurde zuletzt am 17. Februar 2017 um 15:27 Uhr von Peter Hohl geändert.

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