WISAG will ACCIONA Airport Services erwerben

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Quelle: WISAG
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 16. November 2017.

Frankfurt, 15.11.2017 - Das spanische Unternehmen ACCIONA S.A. (Madrid) und das deutsche Familienunternehmen WISAG (Frankfurt) haben eine gemeinsame Absichtserklärung („Memorandum of Understanding“, MoU) zum Verkauf der ACCIONA Airport Services Frankfurt GmbH an die WISAG Aviation Service Holding GmbH unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht den Übergang des gesamten Geschäfts von ACCIONA für Passagier- und Bodenabfertigungsdienstleistungen am Flughafen Frankfurt an die WISAG vor. Dies betrifft die bestehenden Kundenbeziehungen, sowie alle weiteren Verträge, insbesondere auch die mit der Belegschaft. Wie WISAG mitteilte, ist vorgesehen, sowohl das lokale Management wie auch die bisherigen ACCIONA-Mitarbeiter zu übernehmen. Nach Abschluss der Transaktion wird auch das anhängige Gerichtsverfahren beigelegt.

Der Verkauf betreffe aber lediglich die Aktivitäten der ACCIONA am Standort Frankfurt. Die Geschäfte von ACCIONA mit Bodenabfertigungsdienstleistungen in Düsseldorf, ebenso wie in Spanien und in anderen Ländern weltweit, seien davon unbeeinflusst, heißt es. Victor Carballo, Managing Director von Acciona Airport Services: „Wir wollen uns weiter in Deutschland engagieren und werden uns auch in Zukunft um neue Flughafenabfertigungslizenzen bewerben, während sich unsere Kunden am Düsseldorfer Flughafen auch in Zukunft auf unseren engagierten Service verlassen können.“

ACCIONA habe sich zu diesem Schritt entschlossen, nachdem der Hessische Verwaltungsgerichtshof in einer am 24. Oktober 2017 ergangenen Entscheidung verfügt hat, dass die WISAG Aviation Service ab dem 1. Februar 2018 am Frankfurter Flughafen Bodenabfertigungsdienstleistungen erbringen darf. Die ACCIONA Airport Services Frankfurt GmbH muss im Gegenzug zum 31. Januar 2018 die Erbringung von Bodenabfertigungsdienstleistungen einstellen. Die Voraussetzungen für den Übergang sollen bis zum Jahresende 2017, spätestens Anfang 2018 vollzogen werden.


 

Hintergrund zum Auswahlverfahren für die zweite Bodenabfertigungskonzession am Frankfurter Flughafen:
  • Der Gesetzgeber in Deutschland hat auf der Grundlage einer europäischen Richtlinie (96/67/EG) festgelegt, dass auf großen Flughäfen mindestens zwei konkurrierende Anbieter von Bodenabfertigungsdiensten abfertigen müssen. Konzessionen für die Erbringung dieser Dienstleistungen müssen alle sieben Jahre neu ausgeschrieben werden. Die einmal erteilte Konzession beinhaltet keinen direkten Dienstleistungsauftrag. Der ausgewählte Dienstleister erhält das Recht, neben dem Flughafenbetreiber den Fluggesellschaften seine Dienste anzubieten: Diese können entscheiden, ob sie mit dem Flughafenbetreiber oder dem unabhängigen, ausgewählten Dienstleister arbeiten wollen.
  • In den Auswahlverfahren 1999, 2006 und 2013 entschied sich das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (HMWEVL), das die Auswahl stellvertretend für den Flughafenbetreiber Fraport durchführt, jeweils für die ACCIONA Airport Services Frankfurt GmbH. Gegen die Auswahlentscheidung 2013 erhob die WISAG Aviation Service Klage und war damit erfolgreich. Die Auswahlentscheidung aus dem Jahr 2013 wurde aufgehoben. Im Jahr 2016 wurde die Konzession in der Folge erneut ausgeschrieben und am 10. Juli 2017 an die WISAG Aviation Service vergeben.
 

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