Länderübergreifende Kontrollaktion gegen Einbrecherbanden ein Erfolg

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Quelle: StMI Bayern
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 14. November 2017.

München, 14.11.2017 - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ist mit der Abschlussbilanz der dritten gemeinsamen länderübergreifenden Fahndungs- und Kontrollaktion von Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz zufrieden: "Unsere 1.330 eingesetzten bayerischen Polizistinnen und Polizisten haben 10.158 Personen und Fahrzeuge kontrolliert, 26 Personen vorläufig festgenommen sowie 124 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten aufgedeckt. Gegen fünf Personen wurde Haftbefehl erlassen." Die von den jeweiligen Landeskriminalämtern koordinierten Kontrollen fanden vom 8. bis zum 11. November 2017 statt. Länderübergreifend waren insgesamt 3.684 Polizeibeamte im Einsatz, überwiegend auf überregionalen Verkehrswegen wie Autobahnen und schwerpunktmäßig gegen Einbrecherbanden. In den vier Ländern wurden insgesamt 14.709 Personen und 8.523 Fahrzeuge kontrolliert sowie 564 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten zur Anzeige gebracht "Mit unseren Schwerpunktkontrollen haben wir den Fahndungsdruck auf kriminelle Banden deutlich erhöht, eine Reihe von Kriminellen aus dem Verkehr gezogen und wertvolle Hinweise zur Aufklärung weiterer Straftaten gewonnen", erläuterte Herrmann. "Unsere erfolgreichen gemeinsamen Kontrollaktionen werden wir auch künftig fortführen."

Basis der Schwerpunktkontrollen war die Kooperationsvereinbarung zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität, die der bayerische Innenminister im Juni 2016 mit seinen Ministerkollegen aus Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz unterzeichnet hatte. Kern der Vereinbarung ist ein 8-Punkte-Programm, das insbesondere einen schnelleren und besseren Informationsaustausch, eine stärkere gemeinsame Täterfahndung sowie eine noch intensivere Zusammenarbeit bei konkreten Ermittlungsverfahren und in der Prävention vorsieht.

"Unsere länderübergreifende Kooperation ist eine wertvolle Ergänzung unserer verstärkten landesweiten Bekämpfungsmaßnahmen, sei es beispielsweise die intensive Schleierfahndung oder der Einsatz unserer Prognose-Software Precobs", so Herrmann. Laut dem Minister sind die Erfolge in Bayern schon sichtbar: Im ersten Halbjahr 2017 sei die Zahl der Wohnungseinbrüche um 595 Fälle auf 3.617 weiter zurückgegangen (-14 %). Bereits seit 2015 sinken in Bayern die Einbruchszahlen. Herrmann: "Das Einbruchsrisiko war in Bayern 2016 mit 58 Einbrüchen pro 100.000 Einwohner wie in den Vorjahren deutschlandweit gesehen am niedrigsten." Bundesweit lag das Einbruchsrisiko mehr als dreimal so hoch (184), in Nordrhein-Westfalen mehr als fünfmal so hoch (294).

Die Kontrollbilanzen der beteiligten Bundesländer werden von den jeweiligen Länderbehörden veröffentlicht:
Bayern
Rheinland-Pfalz

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