Aktuelle Umfrage zur anstehenden EU-DSGVO/GDPR

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Quelle: Thales
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 17. November 2017.

Ditzingen, 16.11.2017 - Thales, ein Unternehmen im Bereich kritischer Informationssysteme, Cyber-Sicherheit und Datenschutz stellt die Ergebnisse einer Studie zur EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO/GDPR) vor. Die Studie basiert auf einer von Censuswide durchgeführten und von Thales beauftragten Befragung von Verbrauchern und Unternehmen in Europa und den Vereinigten Staaten. Ziel der Erhebung war es herauszufinden wie gut Firmen auf die im Mai 2018 ablaufende Frist zur DSGVO-Compliance vorbereitet sind und wie sie den Einfluss der DSGVO auf ihre unternehmerische Tätigkeit bewerten.

Einige Ergebnisse aus UK und Deutschland

Starke Bedenken bei Verbrauchern
Im Hinblick auf den Schutz personenbezogener Daten bestehen bei den Befragten teilweise erhebliche Bedenken. Die Hälfte der befragten Verbraucher im Vereinigten Königreich (50 %) und rund ein Drittel der Befragten in Deutschland (35 %) gaben an, niemandem zu vertrauen, wenn es um den Schutz ihrer personenbezogenen Daten geht. Ein ähnlicher Mangel an Vertrauen herrscht in Bezug auf den Umgang der Unternehmen mit der Privatsphäre im digitalen Umfeld. 49 % der britischen und 45 % der deutschen Verbraucher glauben, dass Unternehmen ihre digitale Privatsphäre weitgehend gleichgültig ist.

Ein Großteil der Verbraucher in beiden Ländern (58 % in UK; 68 % in Deutschland) ist bereit rechtliche Schritte einzuleiten, sollte ein Unternehmen gegen die Verordnungen der EU-DSGVO verstoßen. Gleichzeitig hegen Firmen aber auch Befürchtungen, dass die neuen Regelungen sich negativ auf ihre Geschäftstätigkeit oder internationale Beziehungen auswirken könnten.

Dabei konzentrieren sich die Bedenken vor allem auf Finanzinstitute, Einrichtungen des Gesundheitswesens und den Einzelhandel. Die Befragung ergab, dass in UK nur 6 % und in Deutschland nur 9 % der Verbraucher Einzelhändlern vertrauen. Dieses Misstrauen ist laut Thales möglicherweise nicht ganz unberechtigt. Laut einem Bericht von Thales zu IT-Sicherheitsbedrohungen 2017 wurden im vergangenen Jahr zwei von fünf Einzelhandelsunternehmen weltweit Opfer eines Datensicherheitsvorfalls während ein Drittel sogar mehr als einen Vorfall verzeichnete. Zudem sind 70 % der britischen und 80 % der deutschen Verbraucher überzeugt, dass erbeutete Daten von Cyber-Kriminellen online zum Verkauf angeboten werden. Positiv im Hinblick auf die DSGVO: Drei Viertel der britischen (76 %) und vier Fünftel der deutschen Verbraucher (83 %) sind der Meinung, dass die zunehmende Regulierung den Datenschutz verbessern wird.

Geschäftliche Auswirkungen der DSGVO
Aus der Studie ergab sich noch eine Reihe weiterer Konsequenzen, die Unternehmen neben Rechtsstreitigkeiten und Geldbußen infolge der DSGVO befürchten:

  • Die Umsetzung von Maßnahmen zur Einhaltung der DSGVO macht den Geschäftsalltag komplexer und bürokratischer, denken 63 % der Befragten in UK, 49 % in Deutschland.
  • Beinahe die Hälfte der Befragten (49 % in UK, 47 % in Deutschland) befürchtet, dass die DSGVO Innovationen zu einem gewissen Grad behindern wird.
  • 21 % der Befragten in UK und 15 % in Deutschland erwarten negative Auswirkungen auf die Beziehung mit internationalen Partnern.
  • Ein Drittel der europäischen Unternehmen (37 % in UK, 38 % in Deutschland) sind dennoch zuversichtlich, dass sich die DSGVO überhaupt nicht auf den Geschäftsbetrieb auswirken wird.


Der komplette Thales eSecurity Report "Schutz personenbezogener Daten - Warum die DSGVO nicht nur Geldbußen mit sich bringt" hier zum Download

Um Unternehmen bei der Vorbereitung auf die DSGVO zu unterstützen hat Thales eSecurity eine Reihe von Unterlagen (Englisch)  hier zusammengestellt.

 


Methodik:
Für die von Thales eSecurity in Auftrag gegebene Studie wurden 2.000 Verbraucher in Deutschland und im Vereinigten Königreich (jeweils 1.000 pro Land) und 1.500 Führungskräfte aus dem oberen Management in Deutschland, den USA und dem Vereinigten Königreich (jeweils 500 pro Land) befragt. Die Studie wurde im August 2017 von dem internationalen Marktforschungsunternehmen Censuswide online durchgeführt.

 

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